Die Stimme ist im Eimer

Das Stück Aufstand der Dinge von den Theatern Chemnitz, das auf dem Wildwechsel-Festival den Preis der Kinderjury erhielt, gibt den Objekten der Vergangenheit eine Stimme. Produkte, die in der Deutschen Demokratischen Republik hergestellt wurden, vom Klapptisch über den Plastikeimer bis zu Tauchsieder und Wäscheschleuder, kommen zu Wort. Sie berichten von ihren Karrieren in der Zeit des Sozialismus, von ihrem täglichen Leben und den Menschen und Betrieben des Arbeiter- und Bauernstaates, die sie herstellten und prägten. Sie beschreiben ihr Schicksal nach dem Mauerfall, das dem Schicksal derjenigen Menschen ähnelt, die sie herstellten. Vielversprechende Ideen wurden gleichermaßen enttäuscht, alles musste auf den Prüfstand, Mensch wie Produkt. Vieles wurde grundlegend verändert.

Die Kinder, die auf dem Festival das Stück anschauen, lernen etwas über eine Zeit, die nun schon länger Vergangenheit ist, sie sehen ein Stück deutsche Geschichte. Sie werden unterhaltsam durch das Stück geführt, hören die Lieder ihrer Eltern und Großeltern, lernen etwas über eine Gesellschaft, die den Flecken Erde betrifft, auf dem sie jetzt wohnen. Damals war vieles anders. War es besser oder schlechter? Solche Urteile werden nicht leicht gefällt. Es war eben anders, man sieht es den Dingen doch an, hört es auch, im Guten wie im Schlechten.

 

Stimmen zu dem Stück


„Einige Gegenstände kannte ich von meinen Eltern.“

Karla (11)

 

„Die Technik und die Musik haben mir am besten gefallen. Manches habe ich wiedererkannt, aber von einer Treuhand hatte ich noch nie etwas gehört.“

Florian (11)

 

„Das Stück war aufregend, weil so viel auf der Bühne passiert ist.“

Fiona (10)

 

„Die Schauspielerinnen waren lustig und die Gegenstände manchmal echt komisch und altmodisch.“

Alexis (10)